Superlative und grosse Zahlen sind nötig, um die Modulsiloanlage mit modernster Technik in Chur zu beschreiben. Die fünf Silos mit ihren Kapazitäten von insgesamt 2300 m3 Salz und die Soleanlage mit 80 000 Liter gebrauchsfertiger Sole stellen den Winterdienst auf den knapp 80 Autobahnkilometer der A13 zwischen Reichenau und Bad Ragaz – mitsamt den Kantonsstrassen in den umliegenden Seitentälern – sowie auf dem Stadtgebiet von Chur sicher.

400 Pläne zeichnete die Projektleitung für die 17 000 Bauteile der Anlage. Rund 40 Sattelschlepper transportierten über 300 Tonnen Material auf die Baustelle beim Autobahnanschluss Chur Süd.

«Die grosse und spannende Herausforderung an diesem Projekt war die Logistik, insbesondere das präzise zeitliche Takten der Lkw. Denn das Entladen der Sattelschlepper, die Kranarbeiten und die Aufbauarbeiten der Siloanlage wollten minutiös koordiniert sein.»
Projektleiter, Sascha Aerne

Eine Gesamtanlage mit allem Drumunddran

Insgesamt sind die vier Silos mit je 500 m3 Fassungsvermögen des Kantons Graubünden und der Silo mit 300 m3 Volumen der Stadt Chur in der Winterdienstzentrale in Chur untergebracht. Ausserdem stehen eine Soleanlage mit zwei Solelagertanks à 40 000 l, einem Soleerzeuger und einem Betriebsraum in der Anlage. Diese hohen Lagerkapazitäten von insgesamt 2300 m3 Salz und 80 000 l Sole reichen beinahe einen kalten und verschneiten Winter lang. Einen weiteren Bestandteil bilden die Küche und die Toilette, die als Modulbau in der Gesamtanlage integriert sind.

Siloanlage Chur Gesamtansicht von oben mit der Stadt Chur und den Bergen im Hintergrund

Zahlen und Fakten

Grundfläche: 505 m2 (18.1 x 27.9 m)   
Höhe: 17.7 m   
Eigengewicht: ca. 300 t (ohne Fundament)   
Bauteile: 17 000 Stk.   
Fassungsvermögen: Silos: 2300 m3 Salz   Soletanklager: 80 000 l Sole
Verwiegung: Gewichtsmessung mittels
Dehnmessstreifen an der
Silounterbaukonstruktion
  
Automatisierung: Vollautomatik   

Eine logistische Herausforderung

Die Kunst bestand in diesem Projekt darin, die Arbeiten und Transporte so zu steuern, dass alle stetig weiterarbeiten konnten. Also vierzigmal den Sattelschlepper entladen und sogleich das Material verbauen. Sobald der letzte Kranzug erledigt war, musste bereits der nächste Lkw zur Materialentladung bereitstehen. Denn dann erst war wieder Lagerplatz frei für eine weitere Lkw-Ladung Baumaterial. Und nur gerade dann brauchte der Bautrupp den Kran nicht für die Aufbauarbeiten. ‹Just in time› lautete das Zauberwort. Wenn zu viel Material auf der Baustelle liegt, bleibt kein Platz zum Arbeiten. Wenn kein Material mehr da ist, muss das Montageteam warten. Das ist die logistische Herausforderung.

Siloanlage Chur Gesamtansicht Baustelle von oben

Vorteile der gemeinsamen Anlage
des Kanton Graubünden und der Stadt Chur

  • Synergien nutzen
  • Keine unnötigen Fahrtwege
  • ein Standort an vorteilhafter Lage
  • Keine Fahrten ins Zentrum zum Auffüllen der Fahrzeuge
  • Zeitersparnis
  • Hohe Lagerkapazitäten reichen den ganzen Winter
  • Gemeinsamer Salzeinkauf zu günstigeren Konditionen
  • Topmoderne Anlage für alle

Ein Silo mit Tännlifassade

Rhomboidschalung in Lärchenholz sah das Konzept von Marcel Liesch Architekten AG aus Chur für die 17 Meter hohe Fassade vor, die sich über die gesamte Siloanlage erstreckt. Ihre aussergewöhnliche Wirkung erhält die Fassade – eine sogenannte Tännlifassade – durch die schrägen Elemente mit Untersicht.

Siloanlage Chur Gesamtansicht Tännlifassade

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Christian Ryffel, Betriebsleiter der Siloanlage Chur vor einem Schneeräumungsfahrzeug

Ein Interview mit Christian Ryffel

Was der Betriebsleiter der Siloanlage in Chur über die Anlage und die Zusammenarbeit mit der BL Silobau AG erzählt, erfahren Sie hier im ausführlichen Interview in unserem News-Magazin.

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