Elegantes Faltwerk aus Holz

Der neue Holzpavillon des Théâtre de Vidy mit 250 Sitzplätzen zeichnet sich vor allem durch zwei Aspekte aus: die Geometrie und die Konstruktionsweise der Gebäudehülle. Die Falttechnik ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern Teil der optimierten Statik. Durch die ausgeklügelte Anordnung stabilisieren sich die dreieckigen Bauteile gegenseitig und erlauben so den Einsatz von nur 45 mm dicken Holzwerkstoffplatten.

Die zweite Spezialität des Baus ist die Verbindungsweise der Holzplatten. Diese wurden mit einer ausgeklügelten Holz-Holz-Zapfenverbindung ineinandergefügt – ähnlich der traditionellen Schwalbenschwanzmethode. Leim oder Schrauben waren deshalb kaum nötig. In Zusammenarbeit mit dem IBOIS der ETH Lausanne wurde sowohl die Kräfteübertragung der Zapfenverbindungen wie auch der passende Aufbau der Holzplatten erforscht. Aus diesem Zusammenspiel traditioneller Handwerkskunst mit modernsten Produktionstechnologien ist ein inspirierender Raum für Kultur entstanden.

Projektdaten

Bauherrschaft:
Théâtre de Vidy, Lausanne
Architektur:
Yves Weinand, Atelier Cube
Projektart:
Kunst und Kultur
Bauweise:
Free Form
Leistungen:
Holzbau
Ausführung:
2017
Ort:
Lausanne, Schweiz
Sonneneinstrahlung in den holzigen Eingangsbereich des Théatre de Vidy.

Eingangsbereich Théatre de Vidy

Galerie

die Aufnahme zeigt die graue Holzfassade etwas versteckt hinter grünen Blättern

Faltwerkartige Tragstruktur

Blick auf die rote Bestuhlung des Theaters mit schwarzem Hintergrund

Innenansicht Bestuhlung Théatre de Vidy

Blick auf besondere Holzbaudetails im Deckenbereich des Theaters vor dem Anstrich.

Holzbaudetails Théatre de Vidy

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